Kunst, Kunsthandwerk / Schmuck / Uhren / Mode
Ausstellung: „Gerettet!“
Museum Bruder Klaus, Sachseln
Restaurierte Schätze aus dem Frauenkloster Sarnen
Museumsbesuch mit Aug und Ohr
Im Rahmen der Ausstellung „Gerettet!" Restaurierte Schätze aus dem
Frauenkloster Sarnen“ können die Besucherinnen und Besucher
Höreindrücke aus verschiedenen Klangwelten erhalten: Ausschnitte aus
Werken des 17. und 18. Jahrhunderts (teils parallel zur Manuskriptbesichtigung),
zeitgenössische Auseinandersetzungen damit (Roland
von Flüe, Klarinette) und neue Töne aus heutigen Klöstern in Musik
(P. Theo Flury) und Wort (Sr. Rut-Maria Buschor).
Noten-Handschriften
In der Ausstellung „Gerettet!“ werden teils über 300jährige Manuskripte aus der Musikbibliothek des
Frauenklosters St. Andreas Sarnen gezeigt. Die von schwungvoll geübter Hand fleissiger Kopisten
oder Komponisten geschriebenen Noten zeugen von der bewundernswerten Sorgfalt, mit der in einer
Welt ohne Computer oder Notendruck das Aufführungsmaterial hergestellt worden ist.
Auch für heutige Museumsbesucher sind sie ein Genuss für das Auge. Das erlittene 72-stündige
Hochwasser-Bad haben die Manuskripte dank erfolgreicher Restaurierung erstaunlich gut überstanden.
Hörstation – „Mischmasch“, Ohrwürmer und Kloster-News
Einige der alten Notenbeispiele werden in der Ausstellung klingend illustriert. So kann das Ohr eine
Prise voll barocken „Mischmaschs“ nehmen, das ein anonymer „Nescio“ wahrscheinlich in Sarnen
verfasst hat. Interpretiert wird das lustvolle und entgegen der selbstironischen Ansicht des Verfassers
durchaus hörenswerte Orchesterstück durch das Ensemble Arcimboldo Basel, zu finden auch auf
dessen CD „Musik aus Schweizer Klöstern“, einer Koproduktion mit Schweizer Radio DRS 2.
Neue Klänge weisen auf das Projekt des Obwaldner Musikers Roland von Flüe hin. Lieder von
Schnyder v. Wartensee (1786-1868) dienen als Vorlagen für freie, verspielte Interpretationen mit Loops
und Live-Eletronic. Das „Aennchen von Tharau“ desselben Komponisten darf mit Roland von Flüe
(Klarinette) und Patricia Ott (Klavier) in einer Stubete auftanzen oder im jazzigen Ambiente herumspazieren.
Schliesslich begegnet man einem berühmten Ohrwurm aus der Wiener Klassik, der bis heute auf allen
Bühnen der Welt immer wieder gespielt wird und bis vor kurzem Joseph Haydn zugeschrieben war, in
Wirklichkeit aber aus der Feder des Bratsche spielenden Benediktinermönchs P. Roman Hoffstetter
stammt.
Ein von der Autorin selbst gesprochener Text der Sarner Schwester Rut-Maria Buschor und neukomponierte
Orgelmusik aus Einsiedeln von Stiftsorganist P. Theo Flury zeugen von aktueller klösterlicher
Kreativität.
Datum
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 12 und 13.30 bis 17 Uhr
Sonntag von 11 bis 17 Uhr
zusätzlich am 2. Mittwoch im Monat 19 bis 21 Uhr
Adresse
Museum Bruder Klaus
Dorfstrasse 4
6072 Sachseln
Kontakt
Kategorie
- Kunst
- Kunsthandwerk / Schmuck / Uhren / Mode