«Durch mein Engagement als Tanz-, Gesangs- und Instrumentallehrer kann ich meine Leidenschaft zur Musik leben und meine Verbundenheit zu meiner Heimat pflegen.»
«Durch mein Engagement als Tanz-, Gesangs- und Instrumentallehrer kann ich meine Leidenschaft zur Musik leben und meine Verbundenheit zu meiner Heimat pflegen.»

Dies & Das

Gesichter und Geschichten aus dem Kantonsspital Glarus (3/11)

Im und um das Kantonsspital Glarus herum arbeiten viele verschiedene Menschen. Für den Geschäftsbericht 2017 haben sie einen Einblick in ihren Alltag gewährt. Wir stellen jede Woche ein Gesicht und seine Geschichte auf der Glarner Agenda vor.

KALSANG CHUPONPA: TIEF VERWURZELT IN TIBET

In den frühen Siebzigerjahren kam ich als Teenager mit meinen Eltern, Geschwistern und weiteren Tibetern ins Glarnerland. Die ersten Jahre waren schwer, vom Heimweh geprägt. Vieles war für mich fremd: eine neue Sprache, eine neue Kultur, wenig Freunde. Von der wunderschönen Natur war ich jedoch schon von Anfang an fasziniert. Sie erinnert mich an meine Heimat Tibet und berührt mich tief: Diese Berge – im Winter schneebedeckt von der Spitze bis zum Tal – strahlen Bodenständigkeit, Sicherheit und Souveränität aus. Diese Landschaft – blühendes Grün über grosse Weiden – weckt das Gefühl von Frieden und Freiheit. Diese Bäche und Flüsse zeigen mir Klarheit, Stärke und Durchhaltevermögen.

Meiner Heimat bin ich nicht nur in der Natur nah, sondern auch beim Musizieren in der Tibetergemeinschaft Glarus. Durch mein Engagement als Tanz-, Gesangs- und Instrumentallehrer kann ich meine Leidenschaft zur Musik leben und meine Verbundenheit zu meiner Heimat pflegen. An schönen Sommertagen bin ich oft in der Natur mit meinen Freunden, um zu picknicken und zu musizieren. Am liebsten musiziere ich im südlichen Teil des Glarnerlands – vor allem in Linthal, wo ich viele Jahre mit meiner Familie gelebt habe.

Obwohl ich mich integriert und auch als Schweizer fühle, bin und bleibe ich im Herzen Tibeter. Es freut mich zu sehen, dass auch meine beiden Kinder diese Verbundenheit zur Heimat fühlen und pflegen. Das stärkt mich als Mensch, motiviert mich und gibt mir Sicherheit. Mittlerweile bin ich froh, die Sprache weitgehend zu beherrschen und viele Freunde zu haben. Ich schätze die Offenheit und die Herzlichkeit, die mir die Glarner Bevölkerung von Anfang an entgegengebracht hat. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wofür ich jetzt noch und auch in Zukunft dankbar bin.


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Über Kalsang Chuponpa:
Der Tibeter kam mit 14 Jahren aus Dharamsala ins Glarnerland. Die neu gegründete Tibetergemeinschaft Glarus half ihm sich im neuen Land zurecht zu finden ohne seine Wurzeln zu verlieren. Nachdem er viele Jahre im Linthal zu Hause war, lebt er heute mit seiner Familie in Netstal. Seine beiden Kinder Tentsela und Tenzing Künsel sind in der Schweiz geboren. Auch sie pflegen die Tibetische Traditionen. Kalsang Chuponpa beherrscht alle tibetischen Instrumente. Neben Hackbrett spielt er auch Geige, Gitarre und Flöte. Im Kantonsspital Glarus ist er in der Wäscherei tätig

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Autor

Kantonsspital Glarus

Kontakt

Kantonsspital Glarus AG
Burgstrasse 99
8750 Glarus
info@ksgl.ch
055 646 33 33

Kategorie

  • Leute

Publiziert am

25.10.2018

Webcode

guidle.com/fbuvvh