Die Klima-Buttons sind kostenlos an der CLEVER-Ausstellung im Güterschuppen Glarus erhältlich. Bild: KlimaGlarus.ch
Die Klima-Buttons sind kostenlos an der CLEVER-Ausstellung im Güterschuppen Glarus erhältlich. Bild: KlimaGlarus.ch
Das neue Energiegesetz fördert den nicht fossilen Heizungsersatz. Bild: Pixabay
Das neue Energiegesetz fördert den nicht fossilen Heizungsersatz. Bild: Pixabay
Solaranlagen produzieren fossilfreie, erneuerbare und günstige Energie. Bild: Pixabay
Solaranlagen produzieren fossilfreie, erneuerbare und günstige Energie. Bild: Pixabay

Dies & Das

Ein Zeichen setzen – für mehr (statt weniger) Klimaschutz

Der Verein KlimaGlarus.ch erkennt im neuen Energiegesetz eine grosse Chance für mehr Klimaschutz im Glarnerland. Seit eineinhalb Jahren steht der Entscheid der Landsgemeinde zu einer der dringendsten Fragen für die nahe Zukunft aus. Höchste Zeit also, um nicht noch mehr Jahre zu verlieren. Denn für das Berggebiet ist der Klimaschutz besonders dringend.

Der Klimawandel lässt nicht auf sich warten. Dieser Sommer hat gezeigt, zu welchem Leid Trockenheit und Starkregen führen können. Das Glarnerland blieb zum Glück verschont. Inzwischen ist klar, dass die Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe das Klima noch schneller aufheizt als bisher angenommen. Und längst ist klar, dass der Klimawandel menschgemacht ist. Die einen sehen darin einen Vorwurf an ihr eigenes Verhalten. Andere erkennen darin die Chance, dass sich menschengemachtes Unglück auch durch menschliche Handlung vermeiden lässt.

Das neue Energiegesetz beruht auf alten Annahmen
Das neue Energiegesetz ist in der Glarner Politik breit abgestützt. Nur die SVP hat angekündigt, die Vorlage abzuschwächen. KlimaGlarus.ch geht den anderen Weg und setzt sich für eine fortschrittlichere Variante ein. Denn die Vorlage basiert auf Mustervorschriften aus dem Jahr 2014 und ist bereits veraltet. Damals ging der Weltklimarat noch von weniger Tempo beim Klimawandel aus. In anderen Gebirgskantonen wie Graubünden ist bereis ein schärferes Energiegesetz in Kraft.

Die gute Vorlage ist zu schwach
Vom neuen Energiegesetz profitieren nicht nur die nächsten Generationen, sondern auch das Gewerbe und die Industrie. Es legt Rahmenbedingungen fest, damit die Gebäude im Kanton Glarus sukzessive weniger klimaschädliche Emissionen erzeugen. Konkret: Wer seine Öl- oder Gasheizung ersetzt, wird bei der Umstellung auf erneuerbare Energieträger vom Kanton unterstützt. Wer weiterhin mit Öl oder Gas heizen will, muss in Zukunft einen Teil der Heizenergie einsparen oder aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen. Trotzdem könnten selbst mit dem neuen Energiegesetz immer noch neue fossile Heizungen eingebaut werden. Nach jahrzehntelanger Kenntnis über die Folgen des menschgemachten Klimawandels durch die masslose Verwendung fossiler Energie ist das fatal.

Die Lebensgrundlagen nachhaltig schützen
Der Verein KlimaGlarus.ch stellt einen Verschärfungantrag an der Landsgemeinde. Dazu Co-Präsident Franz Schnider: «Nur ein fossilfreier Gebäudepark senkt die CO2-Emissionen wirksam. Ganz bestimmt brauchen wir mehr und nicht weniger Klimaschutz.» KlimaGlarus.ch hofft, dass sich viele Glarner*innen der aktuellen Lage bewusst sind, zur Landsgemeinde gehen und für einen fortschrittlichen Kanton Glarus einstehen. «Uns Menschen läuft die Zeit davon. Schliesslich müssen wir spätestens 2050 weltweit auf netto null Emissionen kommen, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen», erklärt Co-Präsidentin Lisa Hämmerli und gibt zu bedenken: «Würde man der Wissenschaft zuhören, müsste netto null sogar bis 2030 erreicht sein, denn jedes Zehntel Grad zählt.»

Weitere Landsgemeinde-Parolen von KlimaGlarus.ch

NEIN zum Verpflichtungskredit über 7,8 Millionen Franken für den Ausbau der Netstalerstrasse: KlimaGlarus.ch setzt auf zeitgemässe Mobilitätskonzepte und stellt sich gegen den Strassenbau-Boom.

JA zum Memorialsantrag «Biodiversität im Kanton Glarus» / Änderung des Gesetzes über den Natur- und Heimatschutz: KlimaGlarus.ch setzt sich für eine intakte Natur ein und unterstützt diesen Antrag.

Landsgemeinde-Videos auf dem YouTube-Kanal der Klimabewegung Glarus.

Klimaglarner*in werden
Laut Weltklimarat ist der Klimawandel lebensbedrohlich für jeden Menschen in jedem Winkel der Erde. Sowieso im Berggebiet, wo die Temperatur doppelt so stark steigt, wie im globalen Durchschnitt. Es brennt, es schmilzt, es fliesst. Menschen sterben durch Hitzewellen und Fluten, sagen auch Ärzte, und KlimaGlaurs.ch fragt sich wie sie: Wie viele Jahrhundertereignisse braucht es noch, um zu verstehen, dass dieses Jahrhundert gerade erst angefangen hat und die nächsten zehn Jahre darüber entscheiden, wie es endet? Mit einem neuen Energiegesetz können auch Glarner*innen einen wesentlichen Teil dazu beitragen, das Ausmass dieser Bedrohung zu reduzieren. Genauso wie andere Menschen sich in anderen Regionen und anderen Ländern für eine klimafreundliche Politik einsetzen müssen, damit sich nicht nur das Klima, sondern auch die Politik bewegt. Mit einem oder mehreren Buttons können Glarner*innen ein Zeichen setzen. Die Klima-Buttons sind kostenlos an der CLEVER-Ausstellung im Güterschuppen Glarus erhältlich.

www.clever-glarus.ch

#klimaglarus.ch

Autor

KlimaGlarus.ch

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Kategorie

  • Gesellschaft
  • Mensch / Technik
  • Schweiz
  • Ostschweiz

Publiziert am

25.08.2021

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