Das Ziel eines besserem Verhältnisses bei den Abschüssen von Gämsböcken und Gämsgeissen wurde bei der Glarner Hochjagd verfehlt. (Foto: M.Banzer)
Das Ziel eines besserem Verhältnisses bei den Abschüssen von Gämsböcken und Gämsgeissen wurde bei der Glarner Hochjagd verfehlt. (Foto: M.Banzer)

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Hochwildjagd 2019 abgeschlossen

Während der Hochwildjagd vom 2. bis 16. September 2019 wurden im Kanton Glarus 137 Rothirsche, 496 Gämsen und 84 Murmeltiere erlegt. Damit sind die Jagdstrecken im Vergleich zum Vorjahr beim Rotwild und den Gämsen vergleichbar ausgefallen.

Im Kanton Glarus haben in diesem Jahr 351 Jäger und 10 Jägerinnen, also insgesamt 361 Personen, das Jagdpatent gelöst (Vorjahr 373). Für die Hochwildjagd vom 2. bis 16. September haben sie 41 (36) Jagdgäste eingeladen, die zusammen 111 (94) Jagdtage bestritten. Die Anzahl der Jagenden mit einem Jahrespatent hat deutlich abgenommen. Dafür werden die Jagdgastpatente immer beliebter. Obwohl weniger Jäger und Jägerinnen unterwegs waren, wurde eine vergleichbare Jagdstrecke wie im Vorjahr erzielt.

Rotwildbestand anpassen

Die Jagd auf das Rotwild verlief zufriedenstellend. Die bisher erreichte Jagdstrecke mit 137 Tieren liegt über der letztjährigen Strecke zum gleichen Zeitpunkt (114). Bisher wurden 83 Stiere (68), 38 Kühe (30) und 16 Kälber (16) erlegt. Wie in den letzten Jahren dürfen die Jägerinnen und Jäger auch während der Rehjagd vom 1. bis 21. Oktober Rotwild bejagen. Zusammen mit der Herbstjagd, deren Schwerpunkt auf der Bejagung des Kahlwildes (Kühe und Kälber) liegt, sollen die Bestände am Lebensraum in den Wintereinstandsgebieten angepasst, und damit die Auswirkungen des Rotwildes auf die Landwirtschaft und den Wald reduziert werden.

Durchzogene Bilanz der Gamsjagd

Jeder Jäger und jede Jägerin durfte zwei Gämsen erlegen, wovon maximal ein männliches Tier. Wer dieses Grundkontingent ohne Fehlabschuss ausschöpfte, bekam das Recht, eine weitere weibliche Gämse unterhalb von 1'400 Meter über Meer zu erlegen. Damit sollte einerseits ein natürlicheres Geschlechterverhältnis in der Jagdstrecke erreicht werden. Andererseits wurde eine Erhöhung des Jagddruckes im Waldbereich angestrebt, um damit die Verjüngung der Natur zu verbessern. Der Gesamtabschuss betrug 496 Tiere und ist mit der Strecke vom Vorjahr mit 491 erlegten Gämsen vergleichbar. Insgesamt wurden heuer 295 (292) Böcke, 157 (144) Geissen und 43 (55) Jährlinge erlegt. Während das erste Ziel eines besseren Geschlechterverhältnisses in der Jagdstrecke noch in weiter Ferne liegt, müssen die Abschüsse auf ihrer Höhenverteilung noch ausgewertet werden.

Mit 84 erlegten Murmeltieren wurden heuer weniger Tiere erlegt als im Vorjahr (98).

Autor

Staatskanzlei des Kantons Glarus

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Kategorie

  • Natur
  • Glarus

Publiziert am

25.09.2019

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guidle.com/pgpkMp