Lic. oec. HSG Markus Hauser (CEO) und Dr. oec. HSG Arnold Bachmann (Verwaltungsratspräsident)
Lic. oec. HSG Markus Hauser (CEO) und Dr. oec. HSG Arnold Bachmann (Verwaltungsratspräsident)
Geschäftsbericht KSGL 2019
Geschäftsbericht KSGL 2019
Konzernbericht KSGL 2019
Konzernbericht KSGL 2019

Dies & Das

Kantonsspital Glarus AG veröffentlicht Online-Geschäftsbericht

Das Kantonsspital Glarus präsentiert in seinem Geschäftsbericht 2019 eine ausgeglichene Rechnung. Noch nie hat das Spital so viele schwerwiegende Fälle behandelt wie letztes Jahr. Die ambulanten Behandlungen nehmen weiterhin markant zu. Der digital konzipierte Geschäftsbericht ist neu als Download erhältlich.

Ausgeglichenes Finanzergebnis

Das Kantonsspital Glarus erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen kleinen Überschuss von 34'000 Franken (Vorjahresvergleich: CHF 98'000). Im Verhältnis zum Umsatz von knapp 90 Millionen Franken kann dieses Ergebnis als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Liquidität und die Eigenkapitalquote des Spitals sind sehr hoch. Der Finanzhaushalt des Spitals ist im Geschäftsjahr 2019 bei guter Gesundheit.

Das KSGL ist eine Aktiengesellschaft im Eigentum des Kantons und hat keine Zielvorgaben, Gewinne zu schreiben. Ziel des Spitals ist es, jeweils eine ausgeglichene Jahresrechnung zu präsentieren. Ausgeglichen ist die Rechnung dann, wenn die Investitionen nachhaltig gesichert sind. Dazu müsste aus dem Betrieb ein Überschuss von 8 bis 10 Prozent des Betriebsertrages erzielt werden. Im 2019 lag dieser Überschuss zur Investitionsfinanzierung (EBITDA) bei CHF 5.5. Millionen Franken oder 6.2 Prozent des Betriebsertrags. Notwendig wären 7 bis 9 Millionen Franken. Ohne Hilfe von aussen wird sich diese ungenügende Ertragslage wegen der Covid19-Krise markant akzentuieren.

«Ambulant vor stationär» hat wirtschaftliche Folgen

Im Jahr 2019 behandelte das KSGL in der Akutsomatik und der Psychiatrie 4’765 stationäre Fälle, rund 250 Fälle weniger als im Vorjahr. Während sich die Fallzahlen seit Jahren auf rund 5’000 beliefen, dürfte der Rückgang einen langfristigen Trend einläuten. Immer mehr Diagnosen müssen aufgrund von Bundesvorgaben «ambulant vor stationär» behandelt werden. Als Folge ist die ambulante Leistungsmenge gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 um 10 Prozent auf 17 Millionen Taxpunkte gestiegen.

Eine weitere Folge davon ist der steigende Schweregrad von stationären Fällen: Leichte Fälle, die bis anhin stationär versorgt wurden, werden zunehmend ambulant behandelt. Der Schweregrad aller Fälle wird mit dem sogenannten Case Mix Index (CMI) gemessen. Diese Kennzahl CMI ist am KSGL für 2019 auf neuem Höchststand.

Die Ambulantisierung hat grosse finanzielle Auswirkungen, weil eine ambulante Behandlung schlechter vergütet wird als eine stationäre. So entgehen dem KSGL pro Jahr rund 1 Million Franken Ertrag.

Erfreulich ist das Vertrauen der Glarner Bevölkerung in ihr Spital. Mit 4'785 stationären Fällen und 80'500 ambulanten Behandlungen ist das KSGL die wichtigste medizinische Anlaufstelle im Glarnerland.

Zwei Highlights aus dem 2019

Am 1. Juli wird die Notfallpraxis in enger Zusammenarbeit mit Hausärzten der Region und dem KSGL eröffnet. Jeweils eine Hausärztin oder ein Hausarzt leisten an den Wochenenden ihren Notfalldienst am KSGL. Das Notfallteam des KSGL wird dadurch verstärkt und die Hausärzte entlastet.

An der Sonderschau der Glarner Messe präsentierte sich das KSGL und gab der Bevölkerung einen Einblick in die verschiedenen Leistungsbereiche der Gesundheitsversorgung. Das begehbare Rettungsfahrzeug beim Haupteingang und ein täglich wechselndes Programm waren die Publikumsmagnete der Glarner Messe.

Optimistisch für die Zukunft

Kleine Schweizer Spitäler stehen vor existentiellen Herausforderungen. Das Kantonsspital Glarus als Grundversorger im Kanton und in der Region ist hingegen unbestritten. Als grösste Arbeitgeberin der Region mit rund 600 Mitarbeitenden sorgt das KSGL für Spitalleistungen rund um die Uhr. «Unsere guten medizinischen Leistungen, das breite Angebot, eine ausreichende Wirtschaftlichkeit und die hohe Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten sind unsere Lebensversicherung», ist Markus Hauser überzeugt. Solange die Glarnerinnen und Glarner das eigene Spital im Bedarfsfall beanspruchen und sich die medizinische Versorgung nicht ausserkantonal suchen, sieht der CEO für das Spital eine solide Zukunft.

Neu für alle online und ausdruckbar

Das Kantonsspital Glarus (KSGL) veröffentlicht seinen Geschäftsbericht erstmals in elektronischer und zugleich für jedermann ausdruckbarer Form. Er ist gegenüber den letzten Jahren verdichtet und vereinfacht worden: Die wichtigsten Kennzahlen sind auf einer Seite mit Infografiken übersichtlich visualisiert, Highlights aus dem vergangenen Geschäftsjahr präsentieren sich kurz und knapp auf zwei Seiten. Die Publikationen «Geschäftsbericht 2019» und «Konzernrechnung 2019» stehen auf der Website www.ksgl.ch für die Öffentlichkeit als PDF bereit. Der Geschäftsbericht 2019 steht als Download bereit: www.ksgl.ch

Kantonsspital Glarus

Das Kantonsspital Glarus bietet als Drehscheibe der Gesundheitsversorgung seit mehr als 130 Jahren medizinische Kompetenz für die Bevölkerung des Kantons Glarus und der angrenzenden Regionen. Es zeichnet sich durch ausgewiesene Fachpersonen, ein aussergewöhnlich breites medizinisches Angebot sowie modernste Technologie und Infrastruktur aus. Über 600 Mitarbeitende aus 20 Berufen setzen sich tagtäglich rund um die Uhr für das Wohl der Patientinnen und Patienten ein.

Autor

Kantonsspital Glarus

Kontakt

Kantonsspital Glarus AG
Burgstrasse 99
8750 Glarus
info@ksgl.ch
055 646 33 33

Kategorie

  • Schweiz

Publiziert am

11.05.2020

Webcode

guidle.com/2eSKm4