Foto: Fritz Rigendinger
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Dies & Das

Kaspar Marti - Ein Glarner Kulturermöglicher wird ausgezeichnet

Kaspar Marti wurde am Donnerstagabend mit dem Glarner Kulturpreis ausgezeichnet. Der Glarner Regierungsrat zeichnet alle zwei Jahre Persönlichkeiten aus, die sich um das kulturelle Leben verdient machen.

Seit 30 Jahren setzt sich der Architekt und Kulturvermittler Kaspar Marti aus Engi ein. Unermüdlich fördert er in vielfältiger Weise das Glarner Kulturschaffen. Vor 120 Gästen wurde ihm am Donnerstagabend (29. August 2019) im Kulturlokal «Güterschuppen» der Glarner Kulturpreis überreicht. Er ist mit 20'000 Franken dotiert. Regierungsrat Benjamin Mühlemann, der den Preis später übergab, und Schriftsteller Tim Krohn würdigten den Ausgezeichneten als grossen, uneigennützigen Schaffer für das kulturelle Leben.

«EHRENAMTLICHE ARBEIT IST WICHTIG»

Kaspar Marti betonte in seiner Dankesrede, dass bei seiner Arbeit stets die Kultur im Zentrum stehe und nicht die Vermittlung. Er sieht sich als Kulturermöglicher und er hatte mit dem Güterschuppen ein geeignetes Beispiel parat. Dieses Kulturlokal in Glarus steht heute als Anlage für verschiedenste Anlässe zur Verfügung. Sie wurde dem Kunstverein von einem Mäzen geschenkt. Und so brauche es eben beides, sagte Marti weiter; kulturelles Leben sei ohne freiwillige, ehrenamtliche Arbeit kaum möglich, aber auch nicht ohne das Mäzenatentum. Marti appellierte an die Gesellschaft, Politik und Verwaltung, ehrenamtliche Arbeit nicht zu erschweren, sondern zuzulassen und zu ermöglichen. Professionelle Kulturarbeit brauche Unterstützung von Öeffentlichkeit und Politik.

Aus der Begründung der Glarner Regierung für die Preisvergabe an Kaspar Marti:

«Als Vordenker, Initiator und Macher, der sich nicht scheut, auch einmal anzuecken, verdient Kaspar Marti diese Auszeichnung in mehrfacher Hinsicht. Der leidenschaftliche Einsatz für Kunst und Kultur zieht sich als roter Faden durch sein jahrzehntelanges Engagement. Als Präsident des Glarner Kunstvereins ist es ihm gelungen, das Kunsthaus Glarus überregional bekannt zu machen. Im Rahmen des Glarner Architekturforums, des Glarner Industrieweges oder des Kulturaktivs setzt er sich für die Vermittlung der Glarner Bau- und Industriekultur ein. Mit der Organisation des Skulpturengartens in der Villa Engi gelingt es ihm immer wieder, die eindrückliche Qualität des glarnerischen Kunstschaffens zugänglich zu machen. Sich für Kunst und Kultur einzusetzen ist für Kaspar Marti nicht Selbstzweck, sondern stets verknüpft mit gesellschaftlichem Engagement für die Leute, die Vereine und deren Sache. Sei dies mit der Sommerbühne, dem Sommer in der Stadt oder den Festivitäten um den 150. Jahrestag des Stadtbrands von Glarus, im Geopark und der Tektonikarena Sardona oder bei seinem Engagement für die Stiftungen Naturzentrum Glarnerland und Konzertsaal und Hotel Braunwald. Kaspar Marti ist ein Netzwerker und versteht es, die Menschen ins Boot zu holen. Mit dem Kulturpreis anerkennt der Regierungsrat das eindrückliche freiwillige Engagement von Kaspar Marti.»

Autor

Departement Bildung und Kultur

Kontakt

Kanton Glarus
Departement Bildund und Kultur
Gerichtshausstrasse 25
8750 Glarus

Kategorie

  • Weitere Kultur
  • Glarus

Publiziert am

30.08.2019

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