Grasfrosch, Wasserfrosch oder gar eine Kröte? Foto: Wikicommons
Grasfrosch, Wasserfrosch oder gar eine Kröte? Foto: Wikicommons

Dies & Das

Wer quakt denn da?

Was quakt und kriecht im Glarnerland? Nach mehrjähriger Untersuchung legt die Naturforschende Gesellschaft des Kantons Glarus eine umfangreiche Publikation über die bei uns lebenden Amphibien und Reptilien vor.

Die 136 Seiten umfassende, reich illustrierte Broschüre ist das Ergebnis einer mehrjährigen Untersuchung mit dem Ziel, ein aussagekräftiges und aktuelles Bild über die Amphibien und Reptilien des Kantons Glarus zu erarbeiten. Die Analyse basiert auf einem Datensatz von über 5000 Nachweisen aus dem Zeitraum von 1973 bis 2020. Die kantonale Herpetofauna umfasst insgesamt 15 Arten: acht Amphibien- und sieben Reptilienarten.

Frösche, Kröten, Salamander, Eidechsen oder Schlangen bekommt man im Kanton Glarus selten zu Gesicht. Das hat einerseits damit zu tun, dass die einheimischen Amphibien und Reptilien eine heimliche Lebensweise führen und einen Grossteil ihres Lebens in unterirdischen Verstecken verbringen. Zudem sind Amphibien meist nachtaktiv und Reptilien im Gebüsch sehr gut getarnt. Auf der anderen Seite liegen die seltenen Beobachtungen auch daran, dass viele Arten in den vergangenen zwei Jahrhunderten grosse Teile ihrer Lebensräume verloren haben. Der Kanton Glarus verfügt im Vergleich zu den Nachbarkantonen bei einzelnen Arten wie der Zauneidechse über besonders dichte Bestände.

Das Buch stellt alle acht Amphibienarten und die sieben Reptilienarten des Kantons Glarus vor. Jede Art – ebenso ihre Lebensräume, aktuelle Verbreitung, Gefährdung und Massnahmen zum Schutz – wird kurz beschrieben und mit Fotos und Karten illustriert.

Die Autoren
Thomas Reich, dipl. Forstingenieur ETH, seit 2009 Regionalvertreter der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz im Kanton Glarus.

Jürgen Kühnis, Dozent für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Schwyz, seit 1995 Durchführung und Veröffentlichung zahlreicher herpetologischer Forschungsprojekte in der Ost- und Zentralschweiz.

Die Broschüre wird publiziert von der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Glarus (NGG), Mitteilungen, Band XXIII, 2021. Erhältlich ist sie in den Buchhandlungen Baeschlin und Wortreich in Glarus, im Naturzentrum Glarnerland im Bahnhof Glarus oder direkt bei der NGG. Der Kanton Glarus hat diese Arbeit finanziell unterstützt.

Autor

Glarner Agenda

Kategorie

  • Natur
  • Glarus
  • Ostschweiz

Publiziert am

16.11.2021

Webcode

www.guidle.com/b3PpEu