Zusammenleben & Lebenshilfe, Wissen, Informatik & Umwelt
Tamilische Gegenarchive in der Schweiz
Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich
Die Session öffnet einen Raum, in dem tamilisch-schweizerische Perspektiven im Zentrum stehen.
Die Canopy Session Tamilische Gegenarchive in der Schweiz bezieht sich auf die Ausstellungskapitel Diaspora Activism und Archives in Revolt. Die Session öffnet einen Raum, in dem tamilisch-schweizerische Perspektiven im Zentrum stehen. Anina Mathivannan, Menschenrechts- und Antidiskriminierungsexpertin, Janusha Kenganathan, Künstlerin und Kunstvermittlerin, Sarujan Theivendran, Historiker und Archivspezialist, und die Moderatorin Swassthi Sivasanmukhanatha Sarma, Soziologin und Aktivistin, diskutieren, wie tamilische Gegenarchive als praktische Widerstands- und Ermächtigungsform funktionieren. Im Gespräch erkunden sie, wie eigene Räume und Third Spaces gestaltet werden, und wie Identität, Kultur und politische Teilhabe bewahrt und sichtbar gemacht werden.
Der Abend beleuchtet die Spannungen zwischen sichtbar werden und nicht auffallen in einer Dominanzgesellschaft, zwischen Anpassung und Widerstand, und reflektiert die intergenerationelle Weitergabe von Erinnerung, Aktivismus und kultureller Praxis. Historische Erfahrungen, persönliche Archive, künstlerische Formate wie Zines (Magazine) sowie politische Mobilisierung werden als Quellen und Ausdrucksmittel gleichermassen betrachtet.
ஸ்வஸ்தி சிவசண்முகநாத சர்மா / Swassthi Sivasanmukanatha Sarma (sie/ihr) lebt in Zürich und ist freie Autorin, kritische Denkerin und intersektionale Aktivistin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Forschung, künstlerischer Praxis und politischer Bildung. Sie schreibt und lehrt zu Themen wie chronische Krankheit, anti-tamilischer Rassismus, intersektionaler Feminismus, Zugänglichkeit und Relaxed Performance sowie Queerness – stets mit dem Fokus darauf, wie Machtstrukturen den Alltag prägen. Ihr Schreiben und ihr politisches Engagement sind zugleich direkt und persönlich, oft verwebt sie Theorie, gelebte Erfahrung und kritische Reflexion miteinander. Sie hat Soziologie, Philosophie und Wirtschaft in Zürich und Basel studiert und verbindet ihren akademischen Hintergrund weiterhin mit aktivistischen und künstlerischen Kontexten.
ஜனுஷா கெங்கநாதன் / Janusha Kenganathan ist Künstlerin und Vermittlerin, die sich mit Storytelling und Worldbuilding im Kontext von Dekolonialität auseinandersetzt. Ihre künstlerische Praxis umfasst Illustration, durch die sie komplexe Geschichten und intersektionale Narrative untersucht. In ihrer künstlerisch-edukativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt sie partizipative und interaktive Vermittlungsformate, um alternative Realitäten zu gestalten und marginalisierte Stimmen sichtbar zu machen.
அனீனா மதிவண்ணன் / Anina Mathivannan (sie/ihr) ist Projektmitarbeiterin an der Universität Bern zum Thema Rassismus und Hochschulen sowie in der Menschenrechtsbildung bei Amnesty International Schweiz. Nach einem BA in Internationalen Beziehungen in Genf studiert sie aktuell im interdisziplinären MA Changing Societies: Migration – Conflicts – Resources in Basel. Zudem engagiert sie sich seit Jahren in verschiedenen Vereinen und Projekten in der Öffentlichkeitsarbeit zur Sichtbarmachung tamilischer Lebensrealitäten in der Schweiz.
சாருஜன் தெய்வேந்திரன் / Sarujan Theivendran (er/ihn) ist Historiker und promoviert derzeit im Projekt ETH Decol an der Professur für Geschichte der modernen Welt an der ETH Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, der Globalgeschichte, der Geschichte von „Entwicklung und Modernität“ sowie der Umweltgeschichte. In Kooperation mit Kulturinstitutionen engagiert er sich dafür, Wissenschaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und insbesondere marginalisierte Perspektiven und Stimmen sichtbar zu machen.
Die Canopy Sessions sind eine Gesprächsreihe mit Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Aktivismus im Shamiana-Meetingspace, einer offenen textilen Struktur in der Ausstellung Disobedience Archive (Canopy for Broken Time) – im Dialog mit Raqs Media Collective. Archive werden hier als lebendige Orte des Erzählens, Erinnerns und Weitergebens von Wissen erfahrbar. Neben Gesprächen und Lesungen zeigen die Sessions auch Praktiken aus dem Alltag, die verdeutlichen, wie tief Wissen in unseren Körpern gespeichert ist. Jede Session greift die Kapitel der Ausstellung auf und fragt, wie aus geteilter Verletzlichkeit neue Formen von Aufmerksamkeit, Beziehung und Solidarität entstehen können.
Awareness: Dieser Abend ist ein Raum des Zuhörens, der Reflexion und des respektvollen Austauschs. Das Publikum wird eingeladen, aufmerksam und sensibel auf die Gespräche zu reagieren und Fragen als offene Resonanz zu formulieren. Die Verantwortung für den respektvollen Umgang liegt bei allen Anwesenden. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass dieser Raum sicher, aufmerksam und wertschätzend bleibt.
Sprache: Deutsch, Tamil (ஜெர்மன், தமிழ்)
Datum
Preis
Kostenlos
Adresse
Migros Museum für Gegenwartskunst
Limmatstrasse 270
8005 Zürich
Wegbeschreibung
Zürich, Dammweg: Tram 4 / Tram 13 / Tram 17
Kontakt
Migros Museum für Gegenwartskunst
Limmatstrasse 270
8031 Zürich
info@migrosmuseum.ch
044 277 20 50
044 277 6286
Link
Kategorie
- Gemeinschaftspflege
- Gesellschaftsfragen
Zutrittskonditionen
- Gratis für alle / Freier Eintritt
Webcode
www.guidle.com/xmDai9