Filmvorführung
Polish Working Women Shorts
Stadtkino Foyer, Basel
Loreley Films – eine andere Geschichte
Der Verein Loreley Films, 2024 in Basel gegründet, schafft Visibilität für europäische Regisseurinnen des 20. Jahrhunderts und bringt ihre Dokumentarfilme in Dialog mit Filmemacherinnen, Themen und Tendenzen der Gegenwart. In Kooperation mit dem Stadtkino Basel und dem Basler Netzwerk «Who writes his_tory?» veranstaltet der Loreley Films eine Wikipedia-Schreibwerkstatt im Foyer des Stadtkinos Basel. Gemeinsam werden Biografien von weiblichen Filmschaffenden verfasst und ergänzt – mit einem besonderen Fokus auf polnischen Regisseurinnen, die im Kurzfilm-Programm zu sehen sind.
Polish Working Women Shorts
Loreley Films lädt ein, Kurzfilme polnischer Regisseurinnen (wie von Helena Amiradżibi oder Krystyna Gryczełowska) der 1960er- bis 1980er-Jahre zu entdecken. In Anlehnung an das Thema «Labouring Bodies», das die Ausstellung im Museum Tinguely untersucht, beleuchtet das Programm die Arbeitsbedingungen von Frauen in Polen zu jener Zeit und zeigt, wie sie sich organisierten, solidarisierten und Wege der Emanzipation fanden.
Das Programm, zusammengestellt mit Kuratorin Weronika Adamowska (Warschau), wird Charlotte Ducos begleiten und kontextualisieren. Zu Gast ist die Schweizer Regisseurin Beatrice Minger ([E.1027 - Eileen Gray and the House by the Sea], 2024), die ihren Blick auf die Filme als Anstoss für ein Gespräch teilen wird: Wie sprechen die Filme heute zu uns?
Partner: Festival HER Docs, Lodz Film School, WFDiF, Krakow Film Festival, Wikimedia CH.
Sa 17.10., 14:00
Wikipedia Workshop im Stadtkino Foyer
Mit der Unterstützung von Wikimedia CH
Sa 17.10., 18:00
Filmvorstellung im Stadtkino Basel
Beatrice Minger
Nach ihrem Studium der Filmwissenschaft, Germanistik und Geschichte drehte die Schweizer Filmemacherin Beatrice Minger Kurzfilme und Videoclips, die an internationalen Kurzfilmfestivals gezeigt wurden.Ihr Dokumentarfilm E1027 EILEEN GRAY AND THE HOUSE BY THE SEA feierte seine Premiere am Kopenhagen Festival CPH:DOX 2024 und ist weiter an Festivals gereist. Sie bereitet ihren ersten Spielfilm UNDERCURRENTS vor. Der Verein Loreley Films, in Basel in 2024 gegründet, schafft Visibilität für europäische Regisseurinnen vom 20. Jahrhundert und ihre Filme im Dokumentarbereich und bietet eine Brücke mit Regisseurinnen von heute.
Filmprogramm:
Beginning (Początek) dir. Dorota Kędzierzawska (1983, 6')
In einer polnischen Textilfabrik verläuft der Tag einer Frau inmitten von Stahl, Fäden und Lärm – bis das Ende ihrer Schicht die menschlichen Kosten eines von der Arbeit bestimmten Lebens offenbart.
The Girls from ‘Nawojka’ dir. Maria Kwiatkowska (1963, 14’)
Dieser kurze und unbeschwerte Beobachtungsfilm über Studentinnen gibt einen Einblick sowohl in die Unterkunft als auch in die Sichtweisen der jungen Frauen, die in Krakau Philosophie und Rechtswissenschaften studieren.
24 Hours of Jadwiga L. dir. Krystyna Gryczełowska (1967, 14')
24 Stunden im Leben einer Frau, die arbeitet, Kinder grosszieht und den Haushalt führt. Der Film kann als Vorläufer von Chantal Akermans «Jeanne Dielman» betrachtet werden.
Our Friends from Lodz dir. Krystyna Gryczełowska (1971, 16’)
Vier Jahre nach Fertigstellung von «Die 24 Stunden der Jadwiga L.» (1967) lädt Gryczełowska drei Arbeiterinnen aus einer Textilfabrik ein, ihre persönlichen Erfahrungen vor der Kamera zu schildern. Beobachtende Sequenzen wechseln sich mit Interviews vor der Kamera ab.
The Weak Woman dir. Helena Amiradżibi (1967, 8’)
Mit seinem augenzwinkernden Titel beginnt dieser einzigartige feministische Dokumentarfilm mit einer theatralischen Sequenz, in der ein tanzendes Paar auf einer Bühne zu sehen ist. Durch eine überraschendeWendung bekommen wir ein Gefühl dafür, was es bedeutet, die ganze Welt auf den eigenen Schultern zu tragen.
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
58 Min. OV/e
Datum
Adresse
Stadtkino Foyer
Klostergasse 5
4051 Basel
Kontakt
Kategorie
- Filmvorführung
Webcode
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